14. Dezember 2016
Lesezeit 5 min

Typografie

Typografie | Nicolai Spicher

Die Verbreitung von Computern und Layoutprogrammen machte Blindtexte also bekannter. Wurden früher einige Zeilen des Lorem ipsum-Textes in Blindtexten kontinuierlich wiederholt, so dient der Text Ciceros heute als Basis vieler Blindtext- oder Lorem ipsum-Generatoren. Diese erzeugen, auf ihn aufbauend, automatisch längere Abschnitte des Lorem ipsum-Textes oder aber verschiedene andere Platzhaltertexte.

Ist die Verteilung der Buchstaben und die Länge der "Worte" willkürlich, lenkt beispielsweise nichts von der Beurteilung der Wirkung und Lesbarkeit verschiedener Schriftarten (Typografie) sowie der Verteilung des Textes auf der Seite (Layout oder Satzspiegel) ab. Deshalb bestehen Blindtexte meist aus einer mehr oder weniger willkürlichen Folge von Wörtern oder Silben. Wiederholungsmuster können also nicht den Gesamteindruck trüben und Schriftarten so besser miteinander verglichen werden. Dabei ist natürlich von Vorteil, wenn der Blindtext halbwegs realistisch erscheint, damit die Wirkung des Layouts der späteren Publikation nicht beeinträchtigt wird.

Die Begriffsfolge des Lorem ipsum-Textes ist heutzutage so verbreitet und üblich, dass viele DTP-Programme Blindtexte mit der Anfangssequenz "Lorem ipsum" erzeugen können. Von großem Vorteil ist, dass die Begriffsfolge "Lorem ipsum" heute in der elektronischen Druckaufbereitung erkannt und eine Warnmeldung ausgelöst werden kann. Damit wird vermieden, dass eine Publikation mit einem verbliebenem Fülltext irrtümlich in den Druck geht.

Typografie | Nicolai Spicher
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14. Dezember 2016
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