21. Dezember 2016
Lesezeit 5 min

Erkennung

Erkennung | Nicolai Spicher

Es scheinen nur Bruchstücke des ursprünglichen Textes in die heute gebräuchlichen Lorem ipsum-Texte gelangt zu sein. So ist zu vermuten, dass im Laufe der Zeit eine Reihe von Buchstaben an verschiedenen Stellen des Textes eingesetzt oder gestrichen wurden. Daher finden sich mittlerweile leicht differierende Varianten des Textes. Copyright-Probleme treten aufgrund des Alters des Lorem ipsum-Textes nicht auf.

Die Verbreitung von Computern und Layoutprogrammen machte Blindtexte also bekannter. Wurden früher einige Zeilen des Lorem ipsum-Textes in Blindtexten kontinuierlich wiederholt, so dient der Text Ciceros heute als Basis vieler Blindtext- oder Lorem ipsum-Generatoren. Diese erzeugen, auf ihn aufbauend, automatisch längere Abschnitte des Lorem ipsum-Textes oder aber verschiedene andere Platzhaltertexte.

Die Begriffsfolge des Lorem ipsum-Textes ist heutzutage so verbreitet und üblich, dass viele DTP-Programme Blindtexte mit der Anfangssequenz "Lorem ipsum" erzeugen können. Von großem Vorteil ist, dass die Begriffsfolge "Lorem ipsum" heute in der elektronischen Druckaufbereitung erkannt und eine Warnmeldung ausgelöst werden kann. Damit wird vermieden, dass eine Publikation mit einem verbliebenem Fülltext irrtümlich in den Druck geht.

Dass jedoch Füll- bzw. Platzhaltertexte beispielsweise von automatischen Such-Programmen nicht erkannt werden können, sinnlose Informationen somit nicht von sinnvollen zu unterscheiden sind, machen sich einige Internetanbieter zu Nutze: Gezielt erzeugter Blindtext, versehen mit einer spezifischen Kombination von Suchwörtern, kann zu einen erhöhten Zugriff von Suchmaschinen-Nutzern führen. Infolgedessen erhöhen sich die Werbeeinnahmen, die von der "Trefferzahl" der Web-Seite abhängen.

Erkennung | Nicolai Spicher
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21. Dezember 2016
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